Was ist eine Hydrokultur?
17. März 2026
Das Wort Hydrokultur setzt sich aus dem altgriechischen „hydōr“ (Wasser) und dem lateinischen „cultura“ (Anbau/Kultur) zusammen. Gemeint ist damit der Anbau von Pflanzen ohne Erde. Während klassische Pflanzen ihre Nährstoffe aus organischer Erde beziehen, wachsen Pflanzen in Hydrokultur in einem anorganischen Substrat aus natürlichen oder künstlichen Materialien.
Definition und Vorteile von Pflanzen Hydrokultur
Viele Pflanzen lassen sich als sogenannte Hydro Pflanzen kultivieren. Dabei bilden sie spezielle Wasserwurzeln aus, die optimal an das Leben im Wasser angepasst sind. Ein späteres Umpflanzen in Erde ist dadurch meist nicht mehr möglich – und umgekehrt gilt das ebenso.
Da Hydrokulturen in einem geschlossenen System wachsen, lassen sich Wasser- und Nährstoffzufuhr exakt steuern. Das sorgt für konstante Wachstumsbedingungen und reduziert langfristig den Pflegeaufwand. Zwar sind Hydrokulturen in der Anschaffung oft etwas teurer als klassische Pflanzen, doch durch ihre Langlebigkeit und Effizienz amortisieren sich die Kosten in der Regel schnell.
Hydrokulturen und ihre Substrate
Bei der Hydrokultur wird die Pflanze vollständig von Erde befreit und in ein wasserdichtes Gefäß eingesetzt. Dieses enthält ein anorganisches Substrat sowie einen Wasserstandsanzeiger, der die Versorgung der Pflanze erleichtert.
Das am häufigsten verwendete Material für Pflanzen in Hydrokultur ist Blähton. Die kleinen, aus gebranntem Ton hergestellten Kügelchen sind auch unter dem Namen „Lecaton“ bekannt. Alternativ können – je nach Einsatzbereich – auch Substrate wie Perlit, Basalt, Mineralwolle, Kies oder Sand verwendet werden.
Wichtig ist, dass das Substrat anorganisch, kalkfrei und strukturstabil ist. Eine lockere Beschaffenheit sorgt dafür, dass Hydro Pflanzen sicheren Halt finden und optimal anwachsen. Zudem sollte das Material luft- und wasserdurchlässig sein sowie den Kapillareffekt unterstützen, um eine gleichmäßige Wasserverteilung zu gewährleisten.
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Pflege von Hydro Pflanzen
Die Pflege von Hydrokulturen ist im Vergleich zu herkömmlichen Zimmerpflanzen deutlich einfacher. Der integrierte Wasserstandsanzeiger zeigt in der Regel die Stufen Minimum, Optimum und Maximum an und hilft dabei, die richtige Wassermenge zu bestimmen.
Wie bei allen Pflanzen hängen die Gießintervalle auch bei Hydro Pflanzen vom Standort, der Topfgröße und der jeweiligen Pflanzenart ab. Zur regelmäßigen Pflege gehört das Entfernen abgestorbener Blätter, ein gelegentlicher Rückschnitt sowie die Kontrolle auf Schädlings- oder Pilzbefall.
Da Pflanzen in Hydrokultur keine Nährstoffe aus Erde beziehen, müssen diese gezielt über das Gießwasser zugeführt werden. Hierfür eignen sich Langzeitdünger, Flüssigdünger oder spezielle Nährstofflösungen für den professionellen Einsatz.
Ein großer Vorteil von Hydrokulturen ist ihre hohe Hygiene: Da keine Erde verwendet wird, entstehen kaum Schimmelsporen oder Mikroorganismen. Dadurch eignen sich Hydro Pflanzen besonders gut für Büros, öffentliche Einrichtungen, Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen. Zusätzlich verbessern sie durch die Verdunstung von Wasser die Luftfeuchtigkeit und tragen so zu einem angenehmen Raumklima bei.
Gedike – Ihr Experte für Hydrokulturen
Seit über 40 Jahren beschäftigt sich Gedike mit der professionellen Begrünung und Pflege von Hydrokulturen. Als Mitglied im Fachverband Raumbegrünung und Hydrokultur und zertifizierter Raumbegrüner steht Gedike für Qualität, Erfahrung und individuelle Beratung.
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Über den Autor
Jürgen Gedike ist Geschäftsführer und Gesellschafter der Gedike Begrünungen GmbH & Co. KG. Nach seiner Ausbildung in technischen und gärtnerischen Berufen und einer mehrjährigen Weiterbildung im Bereich Arbeitsstudium und Kalkulation sowie der kaufmännischen Verwaltung gründete er 1995 das oben genannte Unternehmen.