Tief verwurzelte Intelligenz und Differenzierte Kommunikation

12. Oktober 2018
Zuletzt aktualisiert am: 12.10.2018

Pflanzen haben 20 verschiedene Sinne

Pflanzen werden oft als niedrigstes Glied in der Rangordnung des Lebens betrachtet.

Davon zeugen nicht zuletzt die in vielen Sprachen bekannten Redensarten wie „dahinvegetieren“ oder „wie eine Pflanze leben“, also ohne Sinn und Ziel. Kaum jemand weiß auch, dass das größte und das älteste Lebewesen auf diesem Planeten ein 900 ha großer Schimmelpilz und ein 2000 Jahre alter Mammutbaum sind.

Aber wussten Sie auch?

Pflanzen können sehen. Licht ist für viele Lebewesen von existenzieller Bedeutung. Pflanzen sind nicht nur in der Lage  Licht einzufangen und zu nutzen, sondern können Mithilfe von Lichtrezeptoren auch dessen Qualität erkennen. Dadurch können sie ihr Wachstum auf die Lichtintensität abstimmen.

Pflanzen können riechen. Sie sind mit Rezeptoren bedeckt, die flüchtige Stoffe erkennen können. Pflanzen nutzen Gerüche nicht nur um Botschaften wahrzunehmen, sondern auch, um mit anderen Pflanzen und Insekten in der Nähe zu kommunizieren. Eine Pflanze die angefressen wird verbreitet Moleküle um ihre Artgenossen in der Nähe vor der Gefahr zu warnen.

Pflanzen können schmecken. Die Geschmacksorgane der Pflanzen bestehen aus Rezeptoren für chemische Substanzen, die an den Wurzelspitzen angeordnet sind. Die Wurzeln suchen im Boden nach Nährstoffen. Wenn sie auf Giftstoffe treffen entfernen sie sich so weit wie möglich davon.

Pflanzen können fühlen. Bekannte Beispiele hierfür sind die Mimose, die bei Berührung ihre Blätter schließt, aber auch fleischfressende Pflanzen, die ihre Blätter nur dann zuklappen, wenn sich ein bestimmtes Insekt darauf niederlässt. Es gibt aber auch Pflanzen, die Insekten so lange einschließen bis sie vollständig mit Pollen bedeckt sind und sie dann wieder freilassen.

Pflanzen können hören. Das heißt, dass sie Schallwellen wahrnehmen und darauf reagieren können. Ein italienscher Weinbauer, der seine Reben mit Musik beschallte, stellte verblüffende Ergebnisse fest: die Trauben wuchsen schneller, waren gesünder und hatten einen besseren Geschmack.

Marieke Karssen

Über den Autor

Jürgen Gedike ist Geschäftsführer und Gesellschafter der Gedike Begrünungen GmbH & Co. KG. Nach seiner Ausbildung in technischen und gärtnerischen Berufen und einer mehrjährigen Weiterbildung im Bereich Arbeitsstudium und Kalkulation sowie der kaufmännischen Verwaltung gründete er 1995 das oben genannte Unternehmen.