Grünes Raumklima mit Pflanzen im Büro

23. Dezember 2019

Gute Gründe für ein grünes Umfeld

Die Qualität eines Raumes zeigt sich oft an einfachen Fragen: Wie fühlt sich die Luft an, wie konzentriert arbeitet man dort und welchen Eindruck hinterlässt der Raum bei Menschen, die ihn betreten?

Ein grünes Umfeld ist mehr als Dekoration. Professionelle Raumbegrünung kann Raumklima, Wohlbefinden und Aufenthaltsqualität spürbar unterstützen, wenn Pflanzen, Licht, Standort und Gefäße zusammen gedacht werden.

Raumklima neu denken: Welche Fragen stellt Ihr Raum?

In vielen Büros, Empfangsbereichen oder Besprechungsräumen werden technische Lösungen für Licht, Akustik und Klima geplant. Pflanzen kommen oft erst spät dazu. Dabei lohnt es sich, die Begrünung früh mitzudenken: Sie strukturiert Flächen, bringt natürliche Oberflächen ins Spiel und kann Räume deutlich lebendiger wirken lassen.

Die folgenden Fragen helfen, den Bedarf klarer zu sehen. Sie ersetzen keine Planung, zeigen aber schnell, wo ein grünes Umfeld Wirkung entfalten kann.

01

Fühlt sich die Luft über den Tag angenehm an?

Trockene, stehende oder ermüdende Luft ist ein Hinweis darauf, dass Raumklima nicht nur technisch betrachtet werden sollte. Eine abgestimmte Innenraumbegrünung bringt natürliche Verdunstung, optische Frische und eine andere Aufenthaltsqualität in den Raum.

02

Unterstützt der Raum Konzentration und Kreativität?

Arbeitsumgebungen sollen heute mehr leisten als Schreibtische bereitstellen. Pflanzen, Grünwände oder großzügige Pflanzinseln können Bereiche zonieren, visuelle Ruhe schaffen und Menschen helfen, sich länger wohl und aufmerksam zu fühlen.

03

Passt der erste Eindruck zu Ihrem Anspruch?

Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende nehmen Räume sofort wahr. Eine gepflegte Begrünung macht Empfang, Besprechungszone oder Bürolandschaft einladender und zeigt, dass Atmosphäre, Gesundheit und Gestaltung zusammengehören.

Was Stadtgrün, Naturkontakt und Raumbegrünung mit Wohlbefinden zu tun haben

Grünflächen prägen mehr als nur das Stadtbild. Eine dänische Studie, über die unter anderem n-tv Wissen berichtete, zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen grünem Umfeld in der Kindheit und psychischer Gesundheit im späteren Leben.

55%

geringeres Risiko wurde in der Studie als möglicher Zusammenhang genannt.

Die Forschenden der Universität Aarhus untersuchten anhand von Satellitendaten die Umgebung der Elternhäuser von fast einer Million Menschen in Dänemark. Betrachtet wurde, wie grün das Umfeld von der Geburt bis zum Alter von zehn Jahren war und wie sich das Risiko verschiedener psychischer Erkrankungen im weiteren Lebensverlauf entwickelte.

Die Studie wurde im US-Wissenschaftsjournal PNAS veröffentlicht. Ihr Ergebnis ersetzt keine einfache Ursache-Wirkung-Formel, macht aber deutlich: Grünflächen sind für gesunde Lebensräume ein ernst zu nehmender Faktor.

Warum Grün im Umfeld so wichtig ist

Kindheit

Grünflächen bieten Bewegung, Rückzug, Naturkontakt und eine andere Form von Alltagsreiz als dicht bebaute Umgebungen.

Stadt

In wachsenden Städten kann Grün helfen, soziale Dichte, Hitze, Lärm und Stress atmosphärisch abzufedern.

Innenraum

Auch in Gebäuden kann Begrünung Räume freundlicher, natürlicher und aufenthaltsstärker machen.

Grünflächen als Teil gesunder Stadtplanung

Die Studie macht deutlich, dass es nicht nur um schöne Parks geht. Grün im Wohnumfeld kann ein Baustein für psychische Gesundheit, Erholung und soziale Lebensqualität sein. Gerade weil immer mehr Menschen in Städten leben, wird die Frage wichtiger, wie wirksames Grün geplant und erhalten werden kann.

Forschende weisen darauf hin, dass Stadtleben oft mit sozialer Dichte, Lärm, Enge und wenig Kontrolle über die eigene Umgebung verbunden ist. Naturnahe Bereiche können hier einen Gegenpol bilden: Sie schaffen Abstand, Orientierung und eine angenehmere Atmosphäre.

Die zentrale Frage lautet nicht nur: Wie viel Grün gibt es? Sondern auch: Wo wirkt es im Alltag?

Der Blick aus dem Fenster, der Weg durch einen Park, Pflanzen am Arbeitsplatz oder eine grüne Wand im Innenraum – all das kann zur Qualität eines Umfelds beitragen.

Vertikale Begrünung für ein grüneres Umfeld

Vom Stadtgrün zur Raumbegrünung

Natürlich ersetzt eine Pflanze im Büro keinen Park. Aber sie erinnert daran, dass Menschen auch in Innenräumen auf natürliche Elemente reagieren. Pflanzen bringen Struktur, Farbe und Lebendigkeit in Arbeitswelten, Empfangsbereiche, Praxen oder Aufenthaltszonen.

Professionelle Innenraumbegrünung setzt genau dort an: Sie verbindet geeignete Pflanzen, passende Standorte, Licht, Wasser, Pflege und Gestaltung zu einem Konzept, das im Alltag funktioniert. Bei Bedarf können auch große Solitärpflanzen, bepflanzte Raumteiler oder vertikale Begrünungen eingesetzt werden.

Was wir aus der Studie mitnehmen

Der Bericht zeigt sehr deutlich, wie wichtig es ist, unser Umfeld grüner zu gestalten. Für Kommunen bedeutet das: Grünflächen sollten nicht als Restflächen behandelt werden, sondern als Teil gesunder Lebensräume.

Für Unternehmen, Praxen und öffentliche Einrichtungen bedeutet es: Auch Innenräume verdienen mehr Natur. Eine gute Begrünung kann Aufenthaltsqualität verbessern, Arbeitsbereiche freundlicher machen und ein sichtbares Zeichen für Wertschätzung und Nachhaltigkeit setzen.

Ein grünes Umfeld entsteht nicht durch die Menge der Pflanzen, sondern durch die passende Antwort auf den Raum.

Von der Idee zur stimmigen Begrünung

Damit Pflanzen dauerhaft wirken, prüfen wir Lichtverhältnisse, Laufwege, Pflegezugang, Raumtemperatur und die gewünschte optische Wirkung. Je nach Situation kommen klassische Pflanzgefäße, grüne Wände, Großbäume oder Kombinationen mit passenden Gefäßen infrage.

So wird aus dem Wunsch nach mehr Grün ein Konzept, das zum Unternehmen passt, im Alltag funktioniert und den Raum nicht überlädt.

Wir laden Sie ein, Raumklima neu zu denken. Wenn Sie herausfinden möchten, welche Form der Begrünung zu Ihren Räumen passt, begleiten wir Sie von der ersten Einschätzung bis zur langfristig gepflegten Lösung.

Über den Autor

Jürgen Gedike ist Geschäftsführer und Gesellschafter der Gedike Begrünungen GmbH & Co. KG. Nach seiner Ausbildung in technischen und gärtnerischen Berufen und einer mehrjährigen Weiterbildung im Bereich Arbeitsstudium und Kalkulation sowie der kaufmännischen Verwaltung gründete er 1995 das oben genannte Unternehmen.